Behind the Scenes: Seawalkers 5

Behind the Scenes: Seawalkers 5

 

Im Juni erscheint Band 5 der „Seawalkers“-Reihe.
Um euch die Wartezeit zu verkürzen, zeigen wir euch in einer Serie, wie das neue Buch entsteht – von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung.

Was passiert im Verlag, nachdem Katja Brandis die Geschichte geschrieben hat?
Wie kommen die Bilder ins Buch? Wer gestaltet den Umschlag und die Innenseiten?

In insgesamt 11 Folgen nehmen wir euch mit hinter die Kulissen von „Seawalkers 5“.

 

 

 

In der ersten Folge erzählt euch Katja Brandis, wie sie die Idee zur „Seawalkers“-Reihe entwickelt hat.
In der zweiten Folge erzählt euch 
Katja Brandis von ihrem Schreiballtag.
In der dritten Folge erzählt euch Katja Brandis von Klappentexten und verabschiedeten Titeln.
In der vierten Folge erzählen euch Frank Griesheimer und Katja Brandis was im Lektorat passiert.
In der fünften Folge erfahrt ihr, wie der Buchumschlag entsteht.
In der sechsten Folge erfahrt ihr, wie die Illustrationen von Claudia Carls entstehen.

 

Hier springt ihr direkt zu den Folgen:  ❼ ❽ ❾ ❿ ⓫ 

 

 

 

 

 

 

 

FOLGE ❶: Der Geschichtenplan und eine Reise nach Florida

Ein neuer Roman entsteht natürlich zuallererst in meinem Kopf – als kleine, zaghafte oder schon sehr kräftige Idee. An Seawalkers bin ich mit ganz viel Schwung herangegangen, weil ich das Wasser und besonders das Meer liebe und mich nach sechs Bänden in den Rocky Mountains schon darauf freute, über die Blue Reef Highschool zu schreiben.

 

 

 

 

 

 

 

Der Verlag hatte sich gewünscht, dass ich sämtliche sechs Seawalkers-Bände vorab durchplane … das war nicht ganz einfach und dauerte tatsächlich Monate. Nachdem ich erstmal festgelegt hatte, wer die Hauptfiguren sein sollten (netter Delfinjunge und bissiges Haimädchen oder umgekehrt?) und wer in Tiagos Klasse gehen sollte, ließ ich meiner gut trainierten Fantasie freien Lauf. Ich überlegte mir, was zwischen den Figuren passieren könnte, welche gefährlichen Aufgaben sie bewältigen müssten (ich sage nur Lydia Lennox!) und was für unerwartete Dinge sich möglicherweise in ihrem Leben ereignen würden.

Dabei ließ ich mich natürlich auch von dem inspirieren, was ich von euch Fans mitbekam … die vielen Fragen zu Film und Casting führten dazu, dass Seawalkers 5 diesem Thema gewidmet ist! Meine Zusammenfassung der sechs Bände – sowas nennt man übrigens Exposé) – schickte ich an den Verlag und reiste dann nach Würzburg zu Arena, um die Reihe mit Frank und Steffi (meinen LektorInnen) zu besprechen. Sie hatten noch viele gute Vorschläge!

 

Währenddessen hatte ich längst mit der Recherche angefangen – so nennt man es, wenn man zu seinem Romanthema intensiv nachforscht. Nach Dutzenden von Büchern und Dokumentarfilmen fühlte ich mich gewappnet dafür, die Schauplätze vor Ort zu suchen und zu erkunden. Also ab nach Florida! Das war in diesem Jahr mein jährlicher Flug (aus ökologischen Gründen fliege ich nur noch einmal im Jahr, und dann richtig weit weg und für längere Zeit).

Zusammen mit meinem Sohn konnte ich die Unterwasserwelt Floridas erkunden, mit Delfinen schwimmen, mit Bullenhaien schnorcheln (ja, ein bisschen Angst hatte ich schon!) und mich im Schildkrötenhospital über die Rettung von verletzten Meeresschildkröten informieren. Ich hatte mir vorgenommen, möglichst alle Tierarten zu treffen, die in Seawalkers vorkommen, und das hat ziemlich gut geklappt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Um auch noch die Reptilien, die ja in der Reihe eine wichtige Rolle spielen, kennenzulernen, besuchte ich die Reptilienauffangstation München und verliebte mich prompt in eine kleine Boa constrictor. Seit meinem Besuch lebt dort übrigens eine Python namens Ella! Und auch vier Pelikane in einem Vogelpark habe ich als Patentiere – wer schon Seawalkers 4 gelesen hat, weiß warum. Für Seawalkers 5 vertiefte ich mich außerdem noch intensiv ins Thema Film und bekam so gleichzeitig Kontakt zu Experten, die mein Manuskript später fachlich Korrektur lesen konnten.

Über ihre Recherchereise nach Florida hat Katja Brandis ein Video auf ihrem YouTube-Kanal veröffentlicht. Hier könnt ihr es euch ansehen: LINK

 

 

 

 

 

 

 

FOLGE ❷: „Heilige Schreibzeit“ und Testleser

Nach der Recherche konnte ich endlich mit dem Schreiben beginnen. Das ist für mich der spaßigste Teil der Buchentstehung, da ich zwar mit Schreiben mein Geld verdiene, es aber immer noch auch eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist. Da ich bei Seawalkers 5 die Figuren ja schon sehr gut kannte und mir gründlich die Handlung überlegt hatte, ging es flott voran mit dem Manuskript (wie man die Geschichte nennt, wenn sie noch nicht gedruckt ist und nur als Seitenstapel existiert). Meist tippe ich vom frühen Morgen an den ganzen Vormittag über sehr schnell und intensiv, tauche völlig ab in meine Geschichte. Das ist meine „Heilige Schreibzeit“ und jeder im Verlag und meiner Agentur weiß, dass er mich da besser nicht anruft!

Beim Band 5 hatte ich sehr viel Spaß dabei, die Irrungen und Wirrungen von Tiago und Shari bei ihren ersten Filmerfahrungen zu beschreiben und (na klar!) gefährliche Kämpfe zu beschreiben. Während es in Band 4 viel über Alisha White zu erfahren gab, wird im Band 5 stärker Farryn García im Mittelpunkt stehen, der noch die eine oder andere Überraschung zu bieten hat.

 

 

Insgesamt brauche ich etwa drei Monate fürs reine Schreiben, manchmal arbeite ich sogar auf Lesereise, auf der ich meinen Laptop natürlich auch im Zug und im Hotelzimmer dabeihabe. Danach geht das Manuskript an meine bewährten Testleser, das sind bei Seawalkers ungefähr fünf Leute, zum Beispiel Sabine, die nun schon seit einiger Zeit meine Assistentin und Website-Moderatorin ist. Auch der eine oder andere Fan, den ich schon länger kenne, darf dabei sein – aber bitte bewerbt euch nicht bei mir, im Moment brauche ich keine neuen Testleser, sorry!

Wenn die Testleser alle ihre Meinung gesagt haben und ich ihre Änderungsvorschläge eingearbeitet habe, schicke ich das Manuskript an den Verlag und warte gespannt darauf, wie die Leute dort – meine Lektoren – die Geschichte finden!

 

 

 

 

 

 

 

 

FOLGE ❸: Von Klappentexten und verabschiedeten Titeln

Überlegt mal, was ein Buch mitbringen muss, damit ihr es lesen wollt. Wahrscheinlich nehmt ihr zuerst das Cover wahr, und gleich danach fällt euch der Titel ins Auge. Wenn ihr Cover und Titel interessant findet, dreht ihr das Buch vermutlich um und lest die Zusammenfassung auf der Buchrückseite. Dieser kurze Text wird „Klappentext“ genannt. Zum Schluss schmökert ihr vielleicht noch in die ersten Seiten des Buches rein, bevor ihr euch entscheidet, ob ihr die ganze Geschichte lesen wollt.

Habt ihr euch schon mal gefragt, wie dieses „Drumherum“ entsteht? Wie findet der Verlag einen Titel? Wer schreibt den Klappentext? Und was gibt es dabei zu beachten?
Lektorin oder Lektor nennt man die Mitarbeiter/-innen in Verlagen, die zusammen mit einer Autorin oder einem Autor deren Geschichten bearbeiten und das Buch bis zum Druck begleiten. Weil die Seawalkers-Bücher in so kurzen Abständen erscheinen und dabei so viele verschiedene Aufgaben anfallen, teilen sich bei dieser Reihe mehrere Lektor/-innen die Arbeit. Sobald Katja Brandis das Manuskript fertig geschrieben hat, schickt sie es an ihren Textlektor Frank, den ihr in einer der nächsten Folgen kennenlernen werdet, und an ihre Lektorin im Verlag.
Wenn die Lektorin das fertige Manuskript von Katja Brandis geschickt bekommt, muss sie es zuallererst lesen – denn auch sie kennt ja bisher nur das Exposé, in dem die Handlung auf wenigen Seiten zusammengefasst wurde (mehr darüber hat euch Katja Brandis in Folge 1 erzählt). Beim Lesen überlegt die Lektorin bereits, welche Stellen sich eignen würden, um euch neugierig auf das Buch zu machen.
 
Wenn die Verlagslektorin das Manuskript gelesen hat, überlegt sie, wie sich sie Geschichte in wenigen Sätzen zusammenfassen lässt. Dabei ist natürlich wichtig, dass nicht zu viel verraten wird, denn das Buch soll für euch ja spannend bleiben. In „Seawalkers 5“ werden Tiago und Shari zu Filmschauspielern – das muss auf jeden Fall in den Klappentext! Außerdem interessieren sich viele Fans dafür, wie Tiagos Kampf gegen die Anwältin Lydia Lennox weitergeht. Auch dazu gibt es Hinweise auf der Buchrückseite.
Um einen Titel für den neuen Band zu finden, überlegt sich die Lektorin zunächst ganz viele verschiedene Varianten – manchmal sind es zwanzig, dreißig, oder noch mehr Titelvorschläge, die sie in einer Liste sammelt. Einen guten Titel zu finden, ist gar nicht so leicht! Zum einen muss der Verlag darauf achten, dass der Titel nicht bereits für ein anderes Buch verwendet wird, denn dann könnte es zu Verwechslungen kommen. Bei den Seawalkers-Bänden sollen die Titel außerdem möglichst gut zusammenpassen und in nur zwei bis drei Wörtern die Geschichte zusammenfassen.
Den Klappentext und verschiedene Titelideen schickt die Lektorin anschließend an Katja Brandis. Die Meinung der Autorin ist sehr wichtig und häufig macht Katja Brandis weitere Änderungsvorschläge. Erst wenn alle zufrieden sind, werden Titel und Klappentext „verabschiedet“ (so nennt man das, wenn die endgültige Entscheidung fällt) und aufs Buch gedruckt.
 
 
Und hier sind sie: Der brandneue Titel von Klappentext und „Seawalkers 5“
 
Seawalkers (5). Filmstars unter Wasser
Die Schüler der Blue Reef High drehen einen Film – und Tiago soll die Hauptrolle spielen! Seine Filmpartnerin wird ausgerechnet Python-Wandlerin Ella. Dabei würde Tiago am liebsten den ganzen Tag mit seiner Freundin Shari verbringen. Doch die Delfin-Wandlerin bekommt unversehens die Chance, an einem echten Filmset zu drehen – ob das gutgehen kann? Zur gleichen Zeit wird in der Lagune Schmugglerware angeschwemmt. Sind etwa auch Seawalker in die Machenschaften verstrickt? Als Tiago und seine Freunde der Sache auf den Grund gehen, führt sie die Spur zur kriminellen Anwältin Lydia Lennox – doch die hat jeden ihrer Schritte im Blick.

 

 

 

 

 

 

 

FOLGE : Interview mit Frank Griesheimer und Katja Brandis

Bis ein fertiges Buch in der Buchhandlung liegt, durchläuft es viele Schritte. Einer davon ist das Lektorat. Um das ein bisschen genauer zu verstehen, haben wir Frank Griesheimer, der unter anderem alle Seawalkers- und Woodwalkers-Bände lektoriert hat, gebeten, uns ein bisschen was darüber zu erzählen.

Lieber Frank Griesheimer, wie wird man Lektor*in?
Meistens durch Zufall. Natürlich liest man gerne, und zwar schon als Kind. Da kennt man aber den ziemlich seltenen Beruf des Lektors noch nicht. Zuerst will man irgendwas anderes werden: Schriftsteller, Detektiv, Filmregisseur, Professor. Aber dann wird man all das nicht, sondern Lektor. Und siehe da, dieser Beruf enthält von all dem ein bisschen. Ich jedenfalls bin sehr glücklich mit meinem Beruf.

Was machen Sie als Lektor denn den ganzen Tag so und was davon macht Ihnen am meisten Spaß?Ich unterstütze Schriftsteller*innen beim Schreiben ihrer Bücher. Ich berate sie beim Ausdenken ihrer Storys. Und dann lese ich die noch nicht ganz fertigen Manuskripte. Alles, was gut ist, lobe ich. Alles, was vielleicht noch besser geht, kritisiere ich. Aber so, dass es dem Autor oder der Autorin dann leicht fällt, es zu verbessern. Am meisten Freude macht es mir, dass ich bei meinem Beruf viel mit Autor*innen zu tun habe. Das sind immer sehr interessante Menschen.

Was mögen Sie an den Walkers-Bänden am liebsten? (Haben Sie einen Lieblingscharakter?)
Ich mag vor allem, dass die Walkers sowohl Mensch als auch Tier sind. Das ist ja zugleich auch die „Botschaft“: Wer sich in Tiere hineinversetzen kann, tut ihnen vielleicht nichts Grausames mehr an (wie z.B. unsere Massentierhaltung) – Meine Lieblingsfiguren? Die beiden Schulleiter Jack und Lissa Clearwater. Wer weiß, vielleicht würde ich ja auch gern eine Walkers-Schule leiten?

Haben Sie Tipps für alle, die gerne selbst Lektor*innen werden würden?Natürlich ganz viele Bücher lesen. Am besten jeden Tag. Aber auch jede Gelegenheit nutzen, um Schriftsteller*innen zu begegnen und über ihre Arbeit reden zu hören, z.B. bei Autorenlesungen, live oder im Internet.

 

Und auch Katja Brandis hat uns einige Fragen zum Thema Bücherschreiben und Lektorat beantwortet. So ein Lektorat ist schließlich das Zusammenspiel zwischen Lektor und Autorin!

Liebe Katja Brandis, wie sind Sie Autorin geworden?
Das hat eine ganze Weile gedauert – schon mit elf habe ich entdeckt, dass mir das Schreiben Spaß macht, und mit dreizehn hatte ich meinen ersten Roman fertig (übrigens Science Fiction). Damals war Schreiben mein wichtigstes Hobby, und mit vierzehn habe ich mich getraut, mal was an einen Verlag zu schicken. Der hat freundlich reagiert, aber natürlich war der Text noch längst nicht gut genug, um veröffentlicht zu werden. Mein erster Roman ist erschienen, als ich 31 war und schon jahrelang als Lektorin und Journalistin gearbeitet hatte. Dann ging es aber Schlag auf Schlag und inzwischen lebe ich seit 2006 ganz vom Schreiben.

 

Was macht Ihnen am Schreiben eines Buchs am meisten Spaß? Und was finden Sie daran am schwierigsten?
Das eigentliche Schreiben ist für mich immer noch etwas, bei dem ich (wenn es gut läuft) ganz eintauche in die Welt meines Romans, mich völlig versenke und die Zeit vergesse. Auch die Phase der Recherche, wenn ich mich intensiv in das Thema des Romans einarbeite und mögliche Schauplätze erkunde, mag ich sehr – für Seawalkers habe ich nochmal unheimlich viel über den Lebensraum Meer und die Tiere darin herausgefunden, obwohl ich eigentlich dachte, dass ich mich als Taucherin schon ganz gut auskannte. Auch interessant, aber eher mühsam finde ich die Planung, da muss ich mir wahnsinnig viele Details ausdenken und mein Gehirn auswringen. Am unangenehmsten ist die Überarbeitung, das kostet wahnsinnig viel Kraft und Konzentration, aber da muss man als Autorin einfach durch. Die erste Fassung ist nie die letzte!

 

Bis so ein Buch veröffentlicht wird, gibt es ja verschiedene Phasen. An welchen Phasen sind Sie als Autorin denn beteiligt?
Ich denke mir das Buchprojekt aus, plane und recherchiere es. Anschließend schreibe ich das Manuskript, lasse es von Testlesern checken und korrigiere es. Danach bin ich froh, dass ich auf den „Send“-Button klicken und mein Herzenskind (denn das ist es!) erstmal gehen lassen kann. Bei Arena weiß ich es in guten Händen, im Verlag geht der Lektor den Text gründlich durch, die Lektorin spricht das Cover und die Innenillustrationen mit der Grafikerin ab und schlägt einen Klappentext vor. Sie bereitet den Druck vor und plant, wie sie das Buch dem Buchhandel vorstellt.

Was machen Sie eigentlich, während Ihr Manuskript im Lektorat ist?
Natürlich mit dem nächsten Buch anfangen! Einfach monatelang auf Rückmeldung aus dem Verlag zu warten, wäre ganz schön dämlich. Und die Fans wollen ja neuen Lesestoff. Ich bin übrigens immer ungefähr „zwei Bücher voraus“ – wenn ein Roman erscheint und für die Fans „das neue Buch“ ist, bin ich schon mit dem übernächsten Roman beschäftigt. Viele Jugendliche wissen nicht, wie lange es dauert, bis ein Buch entsteht – von der Manuskriptabgabe mindestens ein halbes Jahr, oft aber auch ein Jahr oder eineinhalb. Sogar zwei Jahre habe ich schon mal auf die Veröffentlichung warten müssen.

Was machen Sie mit dem Manuskript, wenn es aus dem Lektorat kommt?
Dann geht die nächste Überarbeitungsrunde los. Der Text-Lektor, den man sich als Kreuzung aus Coach und Über-Deutschlehrer vorstellen kann, sagt mir erstmal, was ihm bei Figuren, Handlung, Anfang, Schluss und so weiter gefallen hat und was ich seiner Meinung nach noch verbessern sollte. Das, was ich einsehe, überarbeite ich, und schon macht sich das Manuskript wieder auf die Reise zurück zum Lektor. In der zweiten Runde nimmt er sich dann im „Feinlektorat“ die sprachlichen Dinge vor – Rechtschreibung, Wortwiederholungen, zu lange Sätze, noch nicht so gute Kapitelübergänge, inhaltliche Widersprüche.

Wann ist das Manuskript komplett fertig?
Nachdem es gründlich überarbeitet und durchkorrigiert ist, geht das Manuskript „in den Satz“, dann ist es zwar immer noch ein Seitenstapel, sieht aber schon so aus wie später im fertigen Buch. Die Verlagslektoren, die das Projekt betreuen, fügen die Innen-Illustrationen ein. Danach lese und überprüfe ich nochmal alles gründlich. Endlich kann der Roman gedruckt werden! Das fiese ist, es sind selbst jetzt garantiert noch ein paar kleine Fehler drin, alle bekommt man nie raus. Zum Glück sagen mir meine Leser Bescheid, wenn sie einen gefunden haben, dann kann das in der nächsten Auflage (also beim Nachdruck) verbessert werden.

Haben Sie abschließend einen Tipp für alle, die gerne Bücher schreiben würden?
Ach, da gibt es viele Tipps, hier erstmal einer: Wenn ihr bei den Beschreibungen viele Sinneseindrücke einbaut – also was die Hauptfiguren sehen, hören, spüren, riechen, tasten – dann fühlen sich eure Leser, als wären sie dort und würden das ganze miterleben.
Am besten klappt es mit der Geschichte oder dem Roman, wenn man sich vorher so einiges über seine Figuren überlegt hat und die Handlung mal von Anfang bis Ende durchdacht und aufgeschrieben hat. Dann weiß man, wo man mit der Geschichte hin will, und kann sich ganz ins Schreiben hineinstürzen!

Noch mehr Tipps gibt es auf meiner Website und auf meinem YouTube-Kanal.

Vielen Dank für das Beantworten der Fragen, liebe Katja Brandis und lieber Frank Griesheimer!

 

 

 

 

 

 

 

FOLGE : So entsteht ein Seawalkers-Buchcover

Das Team, das das Cover erstellt, muss so gut zusammenarbeiten wie eine Delfinschule! Im Verlag bereitet die Lektorin Titel und Klappentext vor (wie das geht, könnt ihr in Folge 3 nachlesen). Claudia Carls, die Illustratorin, malt ein neues Porträt fürs Cover und gestaltet den tollen Unterwasserhintergrund. Vorher bekommt sie vom Verlag ein Briefing. Das bedeutet, dass der Verlag für die Illustratorin aufschreibt, was sie beim Entwerfen des Covers beachten muss. Welche Zielgruppe soll das Buch ansprechen? Soll auf dem Cover ein Foto oder ein gezeichnetes Bild sein? Soll eine Szene oder eine Person aus dem Buch oder vielleicht doch lieber ein abstrakter Gegenstand gezeigt werden? Manchmal werden auch Beispielbilder mitgeschickt.

Claudia Carls hat aber schon so viele Seawalkers-Umschläge gestaltet, dass sie beim fünften Band nur noch wissen muss, welche Figur auf dem Cover zu sehen sein soll und wie diese Figur aussieht. Dann macht sie sich an die Arbeit und schickt eine Skizze zurück an den Verlag. Manchmal haben der Verlag oder die Autorin Änderungswünsche, aber sobald alle einverstanden sind, geht es weiter mit der Reinzeichnung. Dabei wird die Skizze ausgearbeitet und bekommt Farben.

 

 

 

 

 

 

 

Wenn die Reinzeichnung fertig ist, setzt eine Grafikerin des Arena Verlags alles zusammen. Das heißt, sie platziert den Autorinnennamen, den Buchtitel, den Klappentext und das Verlagslogo auf dem Cover. Anschließend überprüft die Lektorin, ob alle Angaben stimmen oder ob noch Korrekturen nötig sind. Vor allem das Feld, in dem die ISBN (die Nummer, mit der das Buch überall im Buchhandel bestellt werden kann) und der Preis stehen, werden von mehreren Personen gegengelesen, damit sich keine Fehler einschleichen. Erst wenn der Umschlag mehrere Korrekturen durchlaufen hat, ist er bereit für die Veröffentlichung.

<trommelwirbel>

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Wie findest du das Cover vom neuen Seawalkers-Band? Hast du es dir genau so vorgestellt oder doch ganz anders?

 

 

 

 

 

 

 

FOLGE : Bühne frei für Daisy und Blue!

Zusammen mit dem Umschlag malt die Illustratorin Claudia Carls für jeden „Seawalkers“-Band neue Tierbilder für den Innenteil. Die Verlagslektorin überlegt vorab zusammen mit Katja Brandis, welche Figuren im neuen Band eine besondere Rolle spielen. In „Filmstars unter Wasser“ setzen Tiago & Co. alles daran, dass die Pelikan-Wandlerin Daisy auf die Blue Reef High gehen darf. Außerdem hütet Sharis Delfinfreundin Blue ein großes Geheimnis. Diese beiden Figuren werden deshalb im neuen Band zu sehen sein.

Claudia Carls informiert sich sehr genau, wie die Tiere aussehen, die sie für den neuen Band malt. Ein Großer Tümmler hat schließlich ganz andere Merkmale als ein Blau-Weißer Delfin. Wie beim Umschlag fertigt sie auch hier zuerst Skizzen an, damit sie bei Bedarf noch Änderungen vornehmen kann, wenn sich die Autorin eine Figur anders vorgestellt hat. Wenn die Bilder fertig sind, schickt sie sie digital an den Verlag. Die Illustrationen existieren also nur im Computer, bevor sie ins Buch gedruckt werden!

Und hier sind die brandneuen Seawalkers-Illustrationen:

Daisy Cousteau,
ein Braunpelikan

Blue Montgomery,
ein Blau-Weißer Delfin

 

Im fünften Seawalkers-Band wird es noch eine dritte neue Illustration geben. Habt ihr eine Vermutung, wer es sein könnte?

 

 

Die nächste Folge erscheint voraussichtlich am 15. April.
Darin erfahrt ihr, wie die Illustrationen ins Buch kommen.

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